Ein Boden aus der Umgebung.

Beim Rückbau des Küchenbodens im Berghaus kamen unter den Tonplatten ältere Natursteinplatten zum Vorschein. Sie konnten bei der Sanierung nicht erhalten werden. Der Fund inspirierte jedoch die Materialisierung des neuen Bodens: Steine vom Steinenberg.

Küche Nr. 2: Tonplatten über dem beim Rückbau entdeckten älteren Natursteinboden.
Unter diesen Tonplatten verbarg sich der alte Natursteinboden. Foto: Niklaus Luginbühl.

Ein Fund gibt die Richtung vor

Die Tonplatten waren direkt auf den alten Naturstein geklebt worden. Beim Rückbau mussten beide Schichten entfernt werden. Die vorgefundene Bauweise wollten wir dennoch aufnehmen und mit einem neuen Boden aus örtlichem Stein sorgfältig nachbauen.

Dafür suchten wir nach einem Unternehmen, das diese Arbeit ausführen konnte. Nach Gesprächen mit lokalen Betrieben fand sich eine spezialisierte Bodenlegerfirma mit einem erfahrenen Vorarbeiter. Gemeinsam besprachen wir den Ablauf und legten fest, welche Steine sich für den Boden eigneten.

Küche Nr. 2: neue Natursteinplatten während der Verlegung, noch vor dem Verfugen.
Der neue Küchenboden wird Stein für Stein verlegt. Die Fugen wurden in einem zweiten Arbeitsgang vergossen. Foto: Niklaus Luginbühl.

Vom Gelände in die Küche

Die Steine wurden von Hand aus den umliegenden Wiesen und Hügeln zusammengetragen und für die Verarbeitung vorbereitet. Beim Verlegen wurde jede Platte einzeln auf die passende Höhe ausgerichtet. Erst nach dem Verfugen entstand daraus die zusammenhängende Bodenfläche.

Der neue Boden nimmt die Bauweise seines Vorgängers auf. Seine Steine stammen aus der Landschaft vor der Tür. So bleibt die Verbindung zwischen dem Haus und seiner Umgebung im Inneren spürbar.

Der fertige Natursteinboden in Küche Nr. 2, von der hölzernen Innentreppe aus gesehen.
Der fertige Boden, dem Original nachempfunden. Foto: Nina Glahé.